Albanien Urlaub – Alle Tipps & Infos

Warum eigentlich ein Albanien Urlaub? Ist es da nicht viel zu gefährlich werden viele sagen? Diese und viele andere Fragen habe ich oft gehört. Ehrlich gesagt, fiel meine Wahl auf Albanien eher zufällig, da ich von einem Freund gehört hatte, dass er da war, viel mehr aber auch nicht. Vermutlich war es das Unbekannte und Ungewisse, was meine Abenteuerlust weckte.

Irgendwann war der Entschluss gefasst und ein Flug gebucht. Ich wusste nicht viel über das Land und genau das machte diese Reise auch so spannend. Im folgenden Beitrag nehmen wir Sie mit und verraten Ihnen alles, was Sie für Ihren Albanien Urlaub wissen sollten. Zudem geben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps, welche Ihnen bei Ihrer Reiseplanung eventuell helfen könnten.

Allgemeine Informationen

Albanien befindet sich zwischen Montenegro, Griechenland, dem Kosovo und Nordmazedonien. Heute leben rund 2,9 Millionen Menschen im Land und 4 Millionen Albaner im Ausland. Viele sind damals ausgewandert, da sie in Albanien keine Zukunft mehr sahen. Arbeitslosigkeit und Armut waren (und sind es immer noch) nur zwei der vielen Gründe für die Abwanderung. Seit dem Ende des Kommunismus konnte Albanien die wirtschaftliche und soziale Lage etwas verbessern. Dennoch zählt das Land noch immer zu den ärmsten in ganz Europa.

Das Land ist insgesamt etwas kleiner als Belgien und besticht landschaftlich durch mächtige Bergketten, ein hügeliges Hinterland, weiße Sandstrände, wunderschöne Buchten und idyllische Dörfer. Ganze 14 Nationalparks gibt es im Land. Ob Wanderurlaub, Städtetrip oder Badeurlaub – Albanien bietet dir eine ziemlich große Vielfalt. Es gibt viel zu entdecken und Sie sollten mindestens eine Woche für Ihren Albanien Urlaub Zeit nehmen (besser gleich 14 Tage). Außerdem gehört Albanien zu den günstigsten Ländern in Europa.

Anreise mit dem Flugzeug

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um nach Albanien zu reisen. Im Land selbst gibt es nur einen Flughafen und dieser befindet sich in der Hauptstadt Tirana. Flüge von Deutschland aus sind gar nicht so teuer. Ab Memmingen und Dortmund kann man mit Wizzair für unter 100€ hin und zurück fliegen (ohne Gepäck) und ab Düsseldorf fliegt Blu-Express (von Albawings betrieben) nach Tirana.

Einen Hin- und Rückflug bekommt man schon für 120€, es hängt aber auch von der gewählten Reisezeit ab. Ab München fliegt ganzjährig Lufthansa nach Tirana, ab Frankfurt auch Adria Airways in den Sommermonaten. Weitere Fluggesellschaften sind Austrian, Alitalia, Olympic u.a. , welche aber erst einen Zwischenstopp mit Umstieg im Heimatland machen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, nach Korfu (Griechenland) zu fliegen und dann die Fähre zu nehmen. Zum einen sparen Sie so den einen oder anderen Euro und Sie können sich außerdem noch die schöne griechische Insel Korfu anschauen. Für uns war es die perfekte Kombination und auch ein etwas spannenderes Abenteuer. Von Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Dresden starten Flieger nach Korfu. Die Flüge sind je nach Airline auch gar nicht teuer.

Täglich können Sie mit der Fähre von Korfu nach Albanien (Saranda) fahren. Die einfache Fahrt kostet pro Person 18€. Die Tickets können Sievor Ort kaufen oder vorab online buchen. Sie bekommen Ticketszum Beispiel bei Ionian Seaways oder Directferries.com.

In Korfu gibt es viele Büros nahe des Hafens, wo Sie Ihre Tickets bequem kaufen können. Auf der anderen Seite im albanischen Saranda finden Sie direkt am Hafen den Terminal, wo Sie ebenfalls Ihre Tickets erwerben können. Aber Achtung: In den Wintermonaten fährt die Fähre nur zweimal am Tag. Es gibt die Fähre von Flying Dolphin und Saranda Express.

Anreise mit dem Auto

Einige trauen sich auch, den weiten Weg nach Albanien mit dem eigenen PKW (oder Camper, Bus, Wohnwagen) zurückzulegen. Dafür sollte man allerdings mindestens 3 Tage einplanen. Es geht via Italien mit der Fähre nach Albanien oder ohne Fähre durch die verschiedenen Balkanländer. So kann man über Kroatien und Montenegro anreisen oder über Belgrad und Nordmazedonien. Eine weitere Möglichkeit ist es, über Belgrad und den Kosovo zu fahren.

An der Grenze zum Kosovo musst man eine zusätzliche KFZ-Versicherung kaufen, welche rund 40€ kostet. Die Abwicklung an den Grenzübergängen zu Albanien verläuft tendenziell sehr modern und korrekt ab. Achtung: Grüne Versicherungskarte nicht vergessen!

Beste Reisezeit Albanien

Wer denkt, dass in Albanien schon im April sommerlich warme Temperaturen herrschen, der irrt sich. Ich hatte sonnige, milde Tage aber auch kalte, regnerische Tage. Im April kann man mit dem Wetter Glück haben, oder es kann etwas kühl sein. Für Wanderungen speziell im Norden ist jedoch die Zeit April/Mai zu empfehlen sowie September/Oktober da es im Sommer auch in den Bergen tagsüber sehr warm werden kann.

Die Hochsaison startet im Juli und geht bis August. Dann kommen die meisten Touristen aus dem umliegenden Ländern. Die beste Reisezeit ist laut Klimatabellen im Netz in den Monaten Mai, Juni, Anfang Juli und September sowie Oktober. In den Bergen (Albanische Alpen) herrscht ein typisches Gebirgsklima mit sehr kalten und schneereichen Wintern.

Je weiter du in den Süden des Landes fährst, desto mediterraner wird auch das Klima. Der meiste Regen fällt in den Wintermonaten zwischen November und April. Aber man kann es nie genau vorhersagen. Und selbst im Oktober können Sie noch wunderbares Wetter haben. Das Gute an der Nebensaison ist natürlich, dass Sie viele Spots für sich ganz alleine haben. Zudem sind die Preise für Unterkunft tendenziell niedriger.

Sicherheit in Albanien

Viele fragen sich, wie es denn um die Sicherheit in Albanien steht. Wir können Ihnen sagen, dass Albanien ein sehr sicheres Reiseland ist. Der Ruf dieses Landes ist weitaus schlechter, als die Realität tatsächlich zeigt. Die Albaner sind herzlich, offen und unglaublich gastfreundlich. Ich habe mich zu keiner Zeit im Land unsicher und unwohl gefühlt. Schwarze Schafe gibt es natürlich auch in Albanien, so wie in jedem anderen Land. Gewaltanwendungen bei Klein- und Straßenkriminalität sind aber zum Beispiel selten.

Natürlich sollte man dennoch mit gesundem Menschenverstand durch das Land reisen. Wertgegenstände und Ausweisdokumente sollten Sie sicher verwahren und nicht offensichtlich mit sich tragen.

Camping in Albanien

Camping ist in Albanien durchaus möglich. Sogar das sogenannte „Wildcampen“ ist noch erlaubt, es gehört wohl zu einem „richtigen Abenteuer“ einfach dazu. Cool, oder?

Es gibt nicht unendlich viele Campingplätze im Land, aber immerhin in regelmäßigen Abständen. Diese sind sogar recht gut ausgestattet sein. Eine Wenn Sie mit Ihrem Camper ins Land kommen, müssen Sie die grüne Versicherungskarte vorweisen können, sowie Ihren Ausweis und die Fahrzeugpapiere.

Autofahren in Albanien

Das Autofahren ist in Albanien kostenfrei, es werden bisher keinerlei Mautgebühren erhoben. Man möchte meinen, dass die Straßenverhältnisse im Land sehr schlecht sind. Tatsächlich sind die meist aber gar nicht so schlimm, sondern sogar richtig gut. Die meisten Straßen sind asphaltiert und in einem soliden bis sehr guten Zustand. Nur selten muss man auf Schotterpisten fahren. Die Straßen an der Küste bis nach Tirana sind alle sehr gut ausgebaut.

 

Highlights in Albanien

Badeort Ksamil

In Albanien erwarten Sie gleich mehrere Sehenswürdigkeiten und Highlights, denn das Land ist wirklich sehr vielseitig. Zum einen gibt es da die schöne Küste im Süden, die vielen Nationalparks, die Albanischen Alpen und die Peaks of the Balkans im hohen Norden, die Hauptstadt Tirana und viele andere Städte mit Geschichte und Tradition. Im Süden befindet sich der Badeort Ksamil, welcher in der Nebensaison ein echtes Highlight in Albanien ist. Die Farben des Wassers…einfach traumhaft schön an den Stränden im Süden.

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Albanische Strände im Süden

Nationalpark Butrint

Weiter geht es in den Nationalpark Butrint, wo Sie sich eine wirklich schöne antike Hafenstadt aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. anschauen können. Der Park ist umgeben vom Butrintsee und dem Vivar-Kanal und beherbergt zudem 800 Pflanzenarten, mehr als 240 Vogelarten und 15 Fischsorten sowie 39 Säugetierarten.

Die Ruinen von Butrint sind ein wichtiger Baustein der Vergangenheit. Die geschützte Lage in einer Lagune war schon damals für Eroberer, Reisende und Erholungsuchende anziehend. Eigentlich ist Butrint so etwas wie ein zweites Troja, nur eben in Kleinformat. Uns hat der Rundgang richtig gut gefallen. Der Eintritt kostet 700 LEK pro Person (5,60€).

Das Blue Eye – Syri i Kaltër

Auf dem Weg nach Gjirokastra kommen Sie am bekannten Blue Eye vorbei. Dieses knapp 50 Meter tiefe Loch in einem Fluss zieht viele Besucher magisch an. Zwar kann man vor Ort nicht viel machen, dennoch ist die Kulisse schon fast märchenhaft. Alles leuchtet in grünen, blauen und purpurnen Farben, sehr schön anzuschauen.

Die historische Stadt Gjirokastra

Natürlich darf auch ein Abstecher nach Gjirokastra nicht fehlen. Diese historische Stadt befindet sich im Süden des Landes und zählt rund 20.000 Einwohner. 2005 wurde das Städtchen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Ringsherum erhebt sich das Gebirge (Mali i Gjerë) auf fast 2.000 Meter.

Das breite Tal des Drino wirkt fast schon surreal, wie aus längst vergangenen Zeiten. Die steinernen Häuser klettern hier mehrere 100 Höhenmeter das Gebirge hinauf. In der Altstadt gibt es viele kleine Restaurants und Geschäfte, oben auf dem Hügel zudem die Burg von Gjirokastra.

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Steinerne Straße in Gjirokaster

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Blick von der Burg in Gjirokaster

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Lokale Spezielitäten genießen

Albanische Riviera

Die Albanische Riviera gehört noch zu den unverbautesten Ecken des Landes. Sie zieht sich vom Llogara Pass bis nach Saranda. Hier trennt das Ceraunische Gebirge die Riviera vom hügeligen Hinterland. Viele Teile der Albanischen Riviera sind fast unzugänglich. Du fährst durch viele Bergdörfer, welche aus sicherer Distanz auf das seltsam leere Meer hinabschauen.

Führt dann doch mal eine Straße hinunter zum Meer (wie z.B. in Dhërmi), reihen sich Apartmenthäuser, Restaurants und Hotels lose aneinander. Neuer beton verdrängt alte Steinmauern. Das touristische Zentrum der Riviera ist Himara. Beliebte Strände: Drymades Beach, Gjipe Beach, Livadhi Beach, Porto Palermo Beach und Qeparo.

Auch lassen sich in Schluchten atemberaubende Wanderungen unternehmen, Olivenöl von lokalen Produzenten probieren, Imkern bei der Honigherstellung zusehen und weitere kulinarische Leckerbissen entdecken.

Steinweg hinab eines engen Pfades an der Albanischen Riviera

Nationalpark Llogara & Pass

Auf dem Weg von Seranda nach Vlorë muss man unweigerlich über den wunderschönen Llogara Pass und befindest dich dann im Llogara Nationalpark. Dieser Pass ist ein Gebirgspass und Teil der Nationalstraße SH 8. Der Pass trennt die Albanische Riviera vom Hinterland. Die Strecke ist wirklich schön.

Bei gutem Wetter können Sie dort tolle Buchten und Strände aus der Ferne sehen sowie die höchste Erhebung des Ceraunischen Gebirges (Maja e Cikës). Im Nationalpark selbst lassen sich Wanderungen unternehmen, eine Unterkunft buchen und in Restaurants schlemmen. Auch ist der Südhang des Passes Startplatz für Geitschirmflieger.

Blick auf Himare, Albanien

Die Stadt der tausend Fenster – Berat

Etwa 100 Kilometer südlich von Tirana befindet sich die Stadt Berat. Gemeinsam mit Gjirokastra gehören die beiden Städte zu den beliebtesten und schönsten im ganzen Land. 2008 wurde die Altstadt von Berat zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt besteht aus einer Neustadt und den drei geschützten Ortsteilen. Hoch oben thront die Festung (Kalaia) mit den vielen verwinkelten Gassen , kleinen Kirchen und Moscheen.

Das kleine Viertel ist ruhig und die Aussichten von dort überwältigend. Als Beinamen trägt die Stadt Berat den Namen „Stadt der tausend Fenster“. Warum das so ist, sehen Sie wenn Sie im Viertel Mangalem unterwegs sind. Die Häuser stehen dicht beieinander, alle haben große Fenster. Daher kommt auch der Beinamen der Stadt.

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Berat

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Berat

Der Osumi Canyon

Die Osum-Schlucht ist so etwas wie der Grand Canyon Albaniens. Diese tief in die Landschaft eingeschnittene Schlucht ist knapp 13 Kilometer lang und zwischen 2 bis 30 Meter breit. An einigen Stellen geht es sogar 70 bis 80 Meter in die Tiefe. Ein Rundgang um den Canyon herum dauert wohl rund 6 Stunden.

Immer wieder werden dir dabei spektakuläre Aussichten geboten. Den Start macht die schmale Hängebrücke über den Fluss Osum direkt am Eingang zur Schlucht. Danach folgen schmale Pfade die Schlucht entlang. Vorbei geht es an Wasserfällen, Höhlen, abgebrochenen Stalaktiten.

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Shkodra im Norden

Die Stadt Shkodra liegt in Nordalbanien zwischen dem Skutarisee und den Flüssen Buna, Drin und Kir. Bis zur Grenze nach Montenegro sind es gerade einmal 34 Kilometer. Knapp 143.000 Einwohner zählt die Stadt, welche 2400 Jahre alt ist. Zudem zählt Shkodra zum kulturellen und traditionellen Zentrum Nordalbaniens.

Hier findest du Moscheen, Kirchen, Burgen und Schlösser aus längst vergangenen Zeiten. Der Shkodrasee ist der größte See des Balkan und gehört zu 2/3 Montenegro. Viele Touristen nutzen Shkodra als Ausgangspunkt für Touren in die Albanischen Alpen und zum Koman See.

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Shkodra

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Shkodra

Koman-See und Fähre

Der Koman-Stausee ist knapp 2 Stunden von Shkodra entfernt. Diesen See kannst du nur per Fähre überqueren. Dabei ist der Weg das Ziel, denn die Kulisse ist einfach überwältigend. Links und rechts die steilen Felswände, dahinter die mächtigen Gebirgsketten der Albanischen Alpen und vor dir das blaue Wasser des Stausees in der Drini-Schlucht.

Hier wird das Wasser schon seit den 80ger Jahren gestaut um den Norden des Landes mit Energie zu versorgen. Der See ist 34 Kilometer lang, an der engsten Stelle gerade einmal 50 Meter breit. Der tiefste Punkt befindet sich auf knapp 96 Metern.

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Die Albanischen Alpen

Die Albanischen Alpen gehören zu den absoluten Highlights des Landes. Ganz oben im Norden des Landes finden Sie hier eine einmalige und spektakuläre Landschaft mit Gipfeln, die mehr als 2600 Meter in den Himmel ragen. Hier gibt es Täler, Bergseen und atemberaubende Aussichtspunkte.

Besonders beliebt ist die Wanderung vom Valbona Tal bis ins Theth Tal. Hier sind die Straßen zum Teil noch sehr rumpelig und nicht so gut ausgebaut, wie in anderen Teilen des Landes. Der höchste Berg der Albanischen Alpen ist der Jezerca mit 2.692 Metern.

Auch der Fernwanderweg „Peaks of the Balkan“ ist sehr beliebt bei Wanderfreunden. Er ist 192 Kilometer lang und führt über 10 Tagesetappen durch Albanien, Kosovo und Montenegro. Der Weg führt durch erschlossene Gebiete aber auch durch abgeschiedene hochalpine Regionen mit spektakulären Aussichetn auf die Gipfel des Balkans. Zudem führt der Weg durch die Nationalparks Theth, Valbonatal, Bieshkët e Nemuna, Lumi i Gashi sowie Prokletije. Ein unvergessliches Highlight!

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Die Albanischen Alpen

Hauptstadt Tirana

Auch ein Abstecher in die Hauptstadt Tirana lohnt sich. Hier findet man eigentlich alles: Shoppingmalls, Restaurants, Cafés, Geschäfte, Hotels und und und.

Wenn Sie mehr über die sozialistische Vergangenheit erfahren möchten, besuchen Sie unbedingt BunkArt 1 oder BunkArt2. Auch kann man von Tirana aus zum Bovilla-Reservoir fahren. Dabei handelt es sich um einen Stausee, welcher für die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt zuständig ist. Dort gibt es einen kleinen Pfad den Berg hinauf, von wo aus du eine tolle Aussicht hast.

Bunker im Land

Im Land gibt es vermutlich 170.000 bis 200.000 Bunker. Diese entstanden in den Jahren zwischen 1972 und 1984. Grund: Enver Hoxha wollte damit das Land vor ausländischen Truppen schützen. Diese Bunker waren die bedeutendsten militärischen Anlagen im Land und wurden während dem kommunistischen Regime erbaut. Noch heute sieht man sie überall. Es gab drei verschiedene Arten von Bunkern. Ziel des Diktators war es, Platz für je vier Albaner Platz pro Bunker zu schaffen.

Insgesamt hätten man also 750.000 Bunker bauen müssen. Bis heute weiß niemand genau, wie viele es tatsächlich waren. Laut einem Bericht ging hervor, dass bis Ende der Hauptbauphase nur 173.371 Bunker errichtet worden sind. Einheimische sind darauf nicht so gut zu sprechen, da die Bunker Zeugen der Diktatur sind. Du wirst während deiner Reise ganz sicher den einen oder anderen sehen. In Tirana gibt es zwei große Bunker, welche zum Museum ausgebaut wurden (BunkArt 1 & BunkArt 2).

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Essen in Albanien

Das Essen in Albanien ist sehr vielseitug. Hier finden Sie Einflüsse aus der Türkei, aus Griechenland und Italien. Kein Wunder, diese Länder sind auch direkt nebenan. Die Küche ist mediterran und zeigt auch viele Gemeinsamkeiten zum Kosovo, zu Nordmazedonien, Serbien und Montenegro. Man kocht hier mit viel Gemüse, Huhn, Lamm, Rind, Ziege und Fisch. An jeder Ecke gibt es eine Pizzeria und eine Taverna. In den Tavernen bekommen Sie typische albanische Küche. Und natürlich auch Burger, Pommes, Suppen, Salate und Wraps.

Beliebt ist die Bohnensuppe „Fasul“ mit Fleisch und Gemüse. Meist wird dazu Buttermilch, Tee, Wein oder Raki gereicht. Ein typisches Hauptgericht sind zum Beispiel mit Reis und Fleisch gefüllte Weinblätter. Diese nennt man auch „Dollma“. Auch „Byrek“ ist ein beliebtes Gericht. Dabei handelt es sich um Teigtaschen mit Hackfleisch, Schafskäse oder Spinat. Als Beilage gibt es Fladenbrot oder verschiedene Käsesorten.

Albaniens Vergangenheit & die Diktatur

Um zu verstehen, warum das Land Albanien so ist, wie es ist, muss man eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. 1944 wurde das Land von den Kommunisten übernommen. Die Führung hatte Enver Hoxha, welcher nach Kriegsende die Geheimpolizei Sigurimi bildete. Das war sein schlagkräftigstes Machtinstrument der nächsten 40 Jahre. Zehntausende Menschen fielen dieser Polizei zum Opfer. Das Land war zu diesem Zeitpunkt sehr arm und die Wirtschaft lag brach. Auch eine funktionierende Infrastruktur war kaum vorhanden. Bildungsmangel, Epidemien und Blutrache standen auf der Tagesordnung.

Die Herrschaft unter dem Diktator Enver Hoxha war gekennzeichnet von staatlicher Gewalt, strikter polizeilichen Verfolgungen, Missbilligung und Verachtung der Verfassung und Menschenrechte. Kein Wunder, dass Einheimische auf diese Zeit nicht gut zu sprechen sind. Wer auch immer „aus der Reihe tanzte“ und die Partei und dessen Werke kritisierte, wurde ins Gefängnis gesteckt, zwangsumgesiedelt oder einfach exekutiert. Reisen ins Ausland waren verboten. 1967 wurde zudem das totale Religionsverbot ausgesprochen. Albanien war somit der erste atheistische Staat der Welt. Kirchen und Moscheen wurden geschlossen oder gar abgerissen.

Albanien erlebte nach dem zweiten Weltkrieg die wohl strengste kommunistische Diktatur in ganz Europa. Der Diktator isolierte das Land komplett. Hoxha ließ zudem den Bau von 750.000 Bunker veranlassen. Er wollte vorbereitet sein, falls das Land von anderen Mächten angegriffen wird. Am Ende wurden nur knapp 200.000 Bunker gebaut. Nach seinen Tod führte der Nachfolger die Politik noch bis 1990 weiter. Im März 1992 konnten dann endlich die ersten demokratischen Wahlen nach 45 Jahren Diktatur stattfinden. Mit dem Sieg der Demokratischen Partei war Albanien von nun an nicht mehr isoliert. Heute ist Albanien Mitglied der Nato und seit 2014 auch offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union.

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Fazit Albanien

Albanien is ein großartiges Land. Die Menschen sind herzlich, offen und gastfreundlich. Ich hatte eine wirklich gute Zeit, habe mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt und konnte wunderbare Momente erleben und super herzliche Menschen kennenlernen. Es war viel einfacher, durch das Land zu reisen, als vorab erwartet. Die Straßen sind in einem guten Zustand, die Kosten gering und die Highlights wirklich spannend.

Albanien ist für uns das perfekte Land zum Entdecken, für Abenteuer und einen kostengünstigeren Urlaub.

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